Ausblick auf neue Benutzeroberfläche

Die aktuelle Version von print2forms erfordert, was die Konfiguration und Administration betrifft, doch erhebliche Vorkenntnisse aus dem IT-Bereich, sodass nur Kunden mit eigener IT-Abteilung die Vorteile von print2forms nutzen können - oder Kunden, die die Administration als Dienstleistung einkaufen können.

Um print2forms in Zukunft einem grösseren Anwenderkreis zugänglich zu machen, wird augenblicklich viel Arbeit in eine neue Benutzeroberfläche des Administrationsprogramms gesteckt. Erste Ergebnisse sind jetzt sichtbar und können hier angesehen werden.


Aktueller Zustand

Die bisherigen Erfahrungen mit dem Administrationsprogramm werden durch die Darstellung der abgespeicherten Daten in Form eines Baumes geprägt. Diese Darstellung orientiert sich an den print2forms zugrundeliegenden XML-Dateien und ist letztlich der Grund dafür, dass das Administrationsprogramm vollkommen unabhängig von den von ihm verwalteten Daten ist - die Grundlage für die hohe Flexibilität von print2forms.

Diese Flexibilität hat aber eben auch eine Schattenseite. Durch die Baumdarstellung bedingt, ist eine der Haupttätigkeiten das Auf- und Zuklappen von Teilbäumen, um die jeweils benötigten Einstellungen zugänglich zu machen. Das ist zum einen nicht sehr effizient und zum anderen verliert man leicht die Übersicht bei der Orientierung im Baum - insbesondere auch, weil ein print2forms-Objekt schnell viel länger als ein Bildschirm wird und dann auch noch gescrollt werden muss.

Neue Ziele

Die Zielvorgabe für eine neue Benutzeroberfläche sollte sich daran orientieren, mehr Übersicht zu bieten und einen einfacheren Einstieg für nicht so IT-affine Benutzer zu ermöglichen.

Erreicht werden soll dies durch Loslösung von der reinen Textdarstellung hin zu einer graphischen Darstellung, die zum einen die zweite Dimension erschliesst und somit mehr Platz bietet, und die zum anderen durch die Nutzung von Formen und Farben - teils unbewusst - Zusatzinformationen für den Benutzer liefern kann.

Dieser Schritt wurde initiert durch universitäre Projekte, die sich mit dem Lehren von Informatik-Wissen für Laien oder Kinder befassen. Wegweisend sind hier die Erkenntnisse des Massachusetts Institute of Technology (MIT) Media Lab oder der University of California, Berkeley, welche in Projekten wie Scratch, Snap! oder dem App-Inventor für Android-Apps resultierten. Diese Systeme sind zwar alle Open-Source, basieren aber auf Technologien, die sich nicht so ohne weiteres für den industriellen Einsatz erweitern und nutzen lassen.

Die neue Oberfläche

Auch die Firma Google steht vor der Anforderung, ihre Produkte für IT-Laien nutzbar zu machen. Dort hat inzwischen eine Gruppe von Programmierern erste Versionen eines komplett auf Javascript basierenden Frameworks geschaffen, das die Nutzung der MIT-Ideen aus beliebigen Web-Anwendungen heraus möglich macht: Google Blockly.

Google Blockly ist Open Source und - mit einigem Aufwand - auf die Erfordernisse des Einsatzes im Kontext von print2forms anpassbar. Daher hat sich die SPE entschieden, auf diesem Framework aufbauend die Benutzeroberfläche des Administrationsprogramms zu entwerfen. Der Arbeitstitel für die neue Oberfläche ist - als Reminiszenz an Google Blockly - p2fSimply:


Im Gegensatz zur ursprünglichen Konzeption des Google Frameworks, die auf den Entwurf von ausführbaren Programmen (Abläufen) abzielt, wird das Framework bei print2forms zur Beschreibung strukturierter Daten genutzt - in unserem Fall: Formulare, Prozesse, etc.

Die neue Oberfläche soll in der Version 4 von print2forms zunächst als Alternative zur bisherigen Darstellung angeboten werden. Der Benutzer kann dann selbst wählen, welches Formular oder welcher Prozess wie editiert werden soll. Es wird dabei am Anfang sicher einige Einstellungen geben, die trotzdem nur in der Baumdarstellung gemacht werden können. Endziel ist aber, mit einer späteren Version p2fSimply als vollwertige Benutzeroberfläche zu etablieren.

Eine erste Bilderstrecke mit Abbildungen von Formularen und Prozessen aus der Beispielinstallation von print2forms findet sich hier: Vorschau p2fSimply.

Mustererkennung

Ein sehr wichtiges Detail von print2forms ist die Mustererkennung zur Analyse des Druckdatenstroms. Die dabei eingesetzten regulären Ausdrücke werden von vielen print2forms-Nutzern als kompliziert und kryptisch empfunden. Auch an diesem Punkt setzen wir mit der Neukonzeption der Oberfläche an.

Für die Zusammenstellung von Mustern wurde ebenfalls ein graphisch basierter Editor konzipiert, der letztlich auf dem gleichen Framework basiert.

Für diesen Editor ist schon ein Prototyp verfügbar, der statt im Umfeld des Administrationsprogramms auch in einem Browser-Fenster lauffähig ist. Zusammen mit einem kleinen Tutorial, welches die Nutzung des Editors erklärt, kann dieser bereits heute als Ergänzung zum Administrationsprogramm genutzt werden.

Damit erhält man auch einen direkten Eindruck von dem neuen Editiererlebnis, das dann später für das gesamte Administrationsprogramm verfügbar sein wird.

Hier ist der Link zum Tutorial Mustererkennung.