Reguläre Ausdrücke als Prozessnamen

Anforderung

Bei der Nutzung von print2forms kommt es immer wieder einmal vor, dass die Informationen, die zur Auswahl eines print2forms-Prozesses verwendet werden müssen, variable Daten enthalten. Gibt es nur wenige Varianten, kann man durchaus erwägen, für jede Variante einen Prozess durch Duplikation des ersten Prozesses zu erzeugen.

Um im Falle von Änderungen keinen vielfachen Änderungsaufwand zu haben, sollten aber keine Duplikate sondern stattdessen Verweise angelegt werden - vorausgesetzt natürlich, für alle Varianten gelten identische Prozessschritte.

Übersteigt die Anzahl der Varianten aber einen gewissen Punkt, oder müssen gar abhängig von der Variante viele unterschiedliche Prozessschritte ausgeführt werden, kommt die beschriebene Herangehensweise schnell an ihre Grenzen.

Für solche Fälle kann man in print2forms auch reguläre Ausdrücke als Prozessnamen verwenden.

Realisierung

Der einfachste Fall für einen Prozessnamen wäre wohl, wenn alle Varianten mit einer identischen Zeichenfolge beginnen und sich die Varianten nur am Ende des Prozessnamens unterscheiden.

Das ist leicht damit zu realisieren, dass der Prozessname - wie im nebenstehenden Beispiel - aus einen regulären Ausdruck besteht, der mit einem Punkt und einem Stern endet.

Der Prozessname darf nicht aus einem regulären Ausdruck mit runden Klammern bestehen, da es in print2forms aus systeminternen Gründen keinen Mechanismus geben kann, um auf die so aufgesammelten Puffer mit Daten zuzugreifen.

Um aber trotzdem auf die variablen Anteile des Prozessnamens im weiteren Verlauf der Verarbeitung zugreifen zu können, muss lediglich als erstes ein Dokumentprozess aufgerufen werden.

Bei der Definition eines Bearbeitungsschrittes kann in der Bedingungsliste der Prozessname als Entscheidungskriterium herangezogen werden. Dabei lassen sich mit einem weiteren regulären Ausdruck (der unter Vergleichswert) auch Teile aus dem Prozessnamen in den Puffern des Ausdrucks für den späteren Zugriff abspeichern - wie rechts zu sehen.

Wie auf alle Bedingungen aus den Bearbeitungsschritten eines Dokumentprozesses kann auch auf eine Bedingung, die einen Prozessnamen prüft, über ihren Namen zugegriffen werden.

Beispielsweise kann beim Aufbau eines Formulars durch bedingtes Einbinden von Unterformularen rasch ein Formular konstruiert werden, dessen Aussehen mandantenabhängig ist, wenn der Mandant im Namen des Prozesses irgendwie kodiert ist.

Oder aber der Prozessname wird im Rahmen von Feldern benutzt.

In dem hier abgebildeten Beispielformular soll zur Veranschaulichung einfach der variable Teil des Prozessnamens als Wasserzeichen quer über die zu erstellenden Seiten gedruckt werden.

Dazu wird im Formular ein Textfeld definiert, welches in seiner Textschablone über die Referenz '^Prozessname:1' auf die Bedingung des übergeordneten Dokumentenprozesses zugreift. Die Zeichenkette 'Prozessname' ist dabei der Name der Bedingung (siehe oben).

Da hier der bekannte Standardmechanismus für den Zugriff auf 'globale' Daten aus dem Dokumentprozess benutzt wird, ist auch die Nutzung mehrerer Puffer innerhalb des regulären Ausdrucks in der Bedingung möglich, was selbst komplexeste Auswertungen erlaubt.

Wird jetzt ein Ausdruck gestartet, der einen Prozessnamen Extern Lager verwendet, wird über jede Seite des Ausdrucks das graue Wort 'Lager' in einer Schriftgrösse von 72 Punkten gedruckt. Bei einem Aufruf mit dem Prozessnamen Extern Buchhaltung wird entsprechend das Wort 'Buchhaltung' eingedruckt.

Bemerkungen